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Wenn die Sonne am Horizont verschwindet…

Bei der hella marathon nacht rostock erleben die Teilnehmer einen Sonnenuntergangslauf vor malerischer Kulisse.

Möwe fliegt, Schiff schwimmt, Mensch läuft: So in etwa würde der Hanseat das Zitat des tschechischen Läufers Emil Zátopek neu interpretieren. Bei der hella marathon nacht rostock im August darf das wörtlich genommen werden, können hier die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alle drei Dinge aus erster Hand erleben.

Egal, für welchen der fünf Wettbewerbe man sich entscheidet – ob Marathon, Marathon-Staffel, Halbmarathon, Rostocker 7 oder Schülerlauf – sie alle verbindet die allumgebende Urlaubslaune und norddeutsche Gastlichkeit, für die die Hansestadt bekannt ist. Hier wird in der Dämmerung gestartet, um später im hell erleuchteten Ziel zu finishen. Apropos Ziel: 2022 ist die Veranstaltung erfolgreich aus der Innenstadt in den Stadthafen gezogen, was den sportlichen Sommerabend an der Ostseeküste noch mehr maritimes Flair versprühen lässt. Ganz zu schweigen von dem malerischen Sonnenuntergang, welcher das Veranstaltungszentrum in ein nie dagewesenes Licht rückt.

 

 

Die Marathonis erwartet das volle Programm: Die nach Richtlinien der World Athletics vermessene Strecke ist nicht erst seit dem „Regenrennen 2011“ eine Legende. Welcher Marathon durchläuft schon einen privatwirtschaftlich betriebenen Tunnel? Zuvor geht es aber erstmal durch die Rostocker Innenstadt, wo nicht zuletzt der Abschnitt durch die Fußgängerzone für ordentlich Beifall von allen Seiten sorgt. Danach führt der Kurs erstmalig hinunter zum Wasser, wo es am Hafenbecken und an der malerischen Uferpromenade weitergeht. Kurz nach dem „Bergfest“ geht es in besagten Tunnel, auf dessen anderer Seite eine grüne Oase, der IGA Park, auf die Teilnehmenden wartet. Von dort aus geht es zurück Richtung Innenstadt. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die Sonne sich allmählich zu setzen, sodass die zweite Hälfte des Laufs in ein gleißendes Licht getaucht wird, bis zum zum Finish im hell erleuchteten Stadtzentrum kommt. Das ist ein Schauspiel, welches Marathonis ohnehin nur selten Zeuge werden. So ist die Veranstaltung eine von lediglich drei Marathons bundesweit, die in den Abendstunden stattfinden.

 

 

Aber ein ähnliches Erlebnis wird auch den Halbmarathonis geboten. Diese werden sogar stilecht mit einem Schiffshuttle zum Startpunkt gebracht. Kapitän Schütt informiert währenddessen über alles Sehenswerte an beiden Uferseiten der Warnow, wo man auch das Teilnehmerfeld der Marathonis beobachten kann, bis man schließlich an der Mautschranke des Warnowtunnels aufeinandertrifft. Dort angekommen, werden die Teilnehmer auch gleich von den wuchtigen Klängen der japanischen Trommeln von Tengu Daiko begrüßt, die für den nötigen Punch auf den ersten Metern sorgen.

Zu diesem Zeitpunkt drehen die Staffeln und Teilnehmer der Rostocker 7 auf dem Innenstadtkurs ihre Runden. Besucher des Stadtzentrums vergnügen sich währenddessen am musikalischen Rahmenprogramm, welches vom Neuen Markt ertönt. Die Stimmung ist entsprechend ausgelassen, während die Staffelwechselzone zum Party-Epizentrum mutiert. Von dieser Stimmung profitieren alle Wettbewerbe, die nach und nach dasselbe Ziel erreichen. Hier lässt man anschließend den Laufabend entspannt ausklingen, genießt das ein oder andere gemeinsame Erfrischungsgetränk oder lässt einfach die Sommernachtstraum-Atmosphäre auf sich wirken. Hach, wie hat das in den letzten beiden Jahren gefehlt.

 

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